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Teilnahme an GW2010
Betriebe, die im ersten Jahr der Projektteilnahme mindestens 2ha Ackerfläche im Projektgebiet bewirtschaften und deren Viehbesatz maximal 2 GVE/ha landwirtschaftlicher Nutzfläche (LN) beträgt, sind zur Teilnahme am Programm Grundwasser 2010 berechtigt. Im Jahr 2010 bewirtschafteten 4.021 Betriebe mindestens 2 ha Ackerfläche im Projektgebiet. 3.539 von diesen hatten einen Viehbesatz <2 GVE/ha LN und waren somit an Grundwasser 2010 teilnahmeberechtigt. 32 Betriebe beteiligten sich am Programm, obwohl sie einen Viehbesatz
> 2 GVE/ha LN aufweisen. In Summe ergeben sich somit 3.571 potenziell an Grundwasser 2010 teilnahmeberechtigte Betriebe. Von diesen Betrieben wurden in Summe 80.551ha Ackerfläche im Projektgebiet bewirtschaftet. 2010 nahmen 2.221 dieser Betriebe am Programm Grundwasser 2010 teil, woraus sich eine Teilnahmequote von 62% ergibt.
Die teilnehmenden Betriebe bewirtschafteten 61.252ha Ackerfläche im Projektgebiet, das entspricht 76% der teilnahmeberechtigten Ackerfläche. Bezogen auf die landwirtschaftliche Nutzfläche ergibt sich eine Teilnahmequote von 72%. In 33 der insgesamt 75 Gemeinden liegt die Teilnahmequote für die Ackerfläche über 80 Prozent. In 5 Gemeinden wurde jedoch weniger als 40% der Ackerfläche von Teilnehmerinnen und Teilnehmern am Programm Grundwasser 2010 bewirtschaftet. Diese Gemeinden befinden sich vor allem im Gebiet der Traun-Enns-Platte.
Teilnehmer und Teilnehmerinnen am Programm Grundwasser 2010 sind verpflichtet, an den ÖPUL Maßnahmen „Begrünung von Ackerflächen“ sowie „Umweltgerechte Bewirtschaftung von Acker- und Grünlandflächen“ (UBAG) oder „Biologische Wirtschaftsweise“ (BIO) teilzunehmen. Von den Betrieben im Projektgebiet, die an der Maßnahme „Begrünung von Ackerflächen“ teilnahmen, waren 62% auch im Programm Grundwasser 2010. 79% der an UBAG teilnehmenden Betriebe beteiligten sich auch an Grundwasser 2010. Die Teilnahmequote der Betriebe mit Biologischer Wirtschaftsweise beträgt 80%.
Teilnahme und Betriebsstruktur
Zwischen Viehbesatz der Betriebe und der Teilnahme am Programm Grundwasser 2010 ist ein deutlicher Zusammenhang zu erkennen. Mit steigendem Viehbesatz sinken die Teilnahmezahlen. Im Segment <0,5 GVE/ha LN beträgt die Teilnahmequote der Betriebe 70%, bezogen auf die teilnehmende Ackerfläche 85%. Im Segment 0,5-2 GVE/ha LN nahmen 53% der potenziell teilnahmeberechtigten Betriebe am Programm Grundwasser 2010 teil sowie 65% der Ackerfläche.
Betriebe mit einem Grünlandanteil über 50% beteiligten sich mit einer Teilnahmequote von 40% unterdurchschnittlich am Programm Grundwasser 2010. Das ist darauf zurück zu führen, dass die Prämien im Programm Grundwasser 2010 für Ackerflächen berechnet werden, somit ist eine Teilnahme für diese Betriebe von geringer Attraktivität.
Betriebe, die sich an der ÖPUL Maßnahme „Integrierte Produktion bestimmter Ackerkulturen, Gemüse“ (IP Gemüse) beteiligen, nahmen mit 64% überdurchschnittlich viele am Programm Grundwasser 2010 teil.
Teilnahme an Grundwasser 2010 im Vergleich zu Grundwasser 2000 NEU
Grundwasser 2010 ist das Nachfolgeprojekt von Grundwasser 2000 NEU. Im Durchschnitt nahmen während der Laufzeit des Programms Grundwasser 2000 NEU von 2001 bis 2006 54% der potenziell teilnahmeberechtigten Betriebe teil.
2007 war das erste Antragsjahr des Programms Grundwasser 2010. Die Teilnahmequote von Grundwasser 2010 lag in diesem Jahr bei 52%. Berücksichtigt man auch die Teilnehmer und Teilnehmerinnen an Grundwasser 2000 NEU, erhöht sich die Teilnahmequote an den Gewässerschutzprogrammen auf 54%.
2008 betrug die Teilnahmequote von Grundwasser 2010 58%, Die Zahl der potenziellen Teilnehmenden verringerte sich, da Betriebe mit einem Viehbesatz über 2 GVE/ha LN nicht mehr teilnahmeberechtigt waren.
2009 belief sich die Teilnahmequote auf 62%. Wieder ist ein Rückgang der potenziell teilnahmeberechtigten Betriebe zu beobachten. Gleichzeitig stiegen die absoluten Teilnahmezahlen.
2010 betrug die Teilnahmequote erneut 62%.
Freiwillige Maßnahmen
Zusätzlich zu den verpflichtenden ÖPUL-Maßnahmen können sich teilnehmende Betriebe an freiwilligen Maßnahmen beteiligen.
Teilnehmende an Grundwasser 2010 können im Rahmen der Maßnahme „Erweiterung der Begrünung über 40%“ den Anteil der geförderten Begrünung auf maximal 50% erhöhen. 2.668ha der zusätzlich begrünten Ackerfläche der Teilnehmenden waren abgeltungswürdig. Das entspricht 4% der teilnehmenden Ackerfläche.
An der Maßnahme „Bewirtschaftung von besonders auswaschungsgefährdeten Ackerflächen“ nahmen 3 Betriebe teil.
Prämien
Im Jahr 2010 wurden insgesamt 3.869.605 € an Prämien für das Programm Grundwasser 2010 ausbezahlt. Die Bundesmittel für Grundwasser 2010 sind mit 1.140.560 € (29,5%) limitiert. Nach Berücksichtigung der Limitierung der Bundesmittel beträgt der Anteil des Landes Oberösterreich 844.934 € (21,8%). Der Anteil der EU beläuft sich auf 1.884.110 € (48,7%).
Kontrollen
Landwirtinnen und Landwirte, die am Programm Grundwasser 2010 teilnehmen, werden von der AMA kontrolliert. Zwei Arten von Kontrollen werden durchgeführt:
Verwaltungskontrolle
Diese erfolgt automatisiert anhand der abgegebenen Anträge. Überprüft werden unter anderem die Erfüllung der Teilnahmevoraussetzungen und die Einhaltung verpflichtender Maßnahmenkombinationen. Bei 25 Betrieben wurde die Teilnahme für ungültig erklärt, da am Betrieb kein Mehrfachantrag vorhanden war, 3 Betriebe verfügten nicht über die vorgeschriebenen 2 ha Ackerfläche im Projektgebiet. Bei 37 Betrieben, die am Programm Grundwasser 2010 teilnehmen, wurde die Nichteinhaltung von Kombinationsverpflichtungen festgestellt.
Vor-Ort-Kontrolle
Die Vor-Ort-Kontrolle der Teilnehmer und Teilnehmerinnen am Programm Grundwasser 2010 erfolgt im Rahmen der Kontrolle der ÖPUL-Teilnehmenden, von denen jährlich 5% überprüft werden. 17 Beanstandungen betrafen vor allem Abweichungen im Bereich der angegebenen Flächenmaße sowie in 5 Fällen fehlende Nachweise von Schulungen und Weiterbildungen.
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